Integration an der HDO

Grundlagen für die Vorbereitung von Integrationsarbeit an der Schule
Integration beginnt an der HDO bereits vor Eintritt der Schülerinnen und Schüler in die Oberstufe. Alle Integrationsschüler werden noch in der 6. Klasse der Grundschule besucht, um eine gute Aufnahme an der Schule zu gewährleisten und zu sehen, welche Schülerinnen und Schüler in den Klassen zusammenpassen. Dafür werden regelmäßig Gespräche mit den unterrichtenden KlassenlehrerInnen und Sonderpädagogen geführt.
Diese Vorbereitungen werden mit dem jeweiligen 7. Jahrgangsteam abgestimmt und sind elementar für die Klassenzusammensetzung. Danach erst beginnt das Schuljahr!

Räumliche und materielle Voraussetzungen an der HDO
Die Schule hat einen eigenen Integrationsraum (B011) mit spezifischen sonderpädagogischen Materialien.
Der Integrationsraum ist der Klassenraum für die temporären Lerngruppen. Darüber hinaus dient dieser Raum der Beratung mit Schülern, Eltern, Lehrern und Kooperationspartnern.

Methoden und Organisation
Alle Integrationsschüler mit dem Förderschwerpunkt Lernen werden nach dem Rahmenlehrplan Lernen (in Deutsch und Mathematik /partiell in Englisch) unterrichtet.
Nach den Oktoberferien schreiben alle Integrationsschüler des 7. Jahrgangs Prüfungen in den Bereichen Mathematik und Deutsch. Die Integrationsschüler nehmen auch an den VERA 8 Prüfungen teil, um den Eltern einen realistischen Überblick über den Entwicklungsstand des Kindes zu geben und zu entscheiden, ob der Förderschwerpunkt ab Klasse 9 aberkannt werden kann. Diese Ergebnisse dienen der weiteren Entwicklung differenzierter Förderschwerpunkte.
Einzelne Schüler nehmen nur partiell an der Förderung teil. Darüber wird jeweils in Absprache mit den Klassenlehrern und Eltern entschieden.

Einige wenige Schüler der HDO können nicht am Regelunterricht teilnehmen. Sie werden mit einer gewissen Stundenanzahl in der temporären Lerngruppe unterrichtet, bis ein Platz in einer Jugendhilfeeinrichtung gefunden wird.

Kooperationen
Die Kooperation mit dem Jugendamt, dem Schulamt, dem KJPD, der Schulpsychologie, mit Therapeuten, Klinikschulen sowie mit Einrichtungen, die eine besondere Beschulung anbieten, gehört grundsätzlich zum Kern der sonderpädagogischen Arbeit.

Über die hier genannten Kooperationen hinaus werden mitunter durch Klassenlehrer Anträge auf Feststellungsverfahren gestellt. Hierfür erstellt der Sonderpädagoge eine Kurzdiagnostik, die dem schulpsychologischen Dienst oder KJPD als Ausgangspunkt für eine Diagnostik dienen. Das gilt auch für Kinder mit „geistiger Entwicklung“.
Für Kinder, die mit ihrem Förderbedarf auf Wunsch der Eltern und Schüler besser in einem Förderzentrum unterrichtet werden können, gibt es die Möglichkeit einer mehrwöchigen Probebeschulung mit Begleitung durch den Sonderpädagogen.

Die zwei Sonderpädagogen arbeiten sehr eng mit den Kollegen der Lerninsel zusammen.
Gemeinsame Teamsitzungen stellen den Austausch über die Schüler sicher. Eine enge Kooperation gibt es ebenfalls mit den Schulsozialarbeitern der HDO im Schulalltag, hierbei geht es nicht nur um Schüler mit Förderschwerpunkten.
Die Kooperation gilt auch für Schüler mit Förderschwerpunkten beim Übergang Schule-Berufsleben in Coop. mit der Arbeitsagentur und den nachfolgenden Berufsschulen.

Sowohl in Teamsitzungen als auch in Einzelfallberatungen werden Lehrerinnen und Lehrer methodisch beraten.

B. Markuse/ L.Schoida-Lindner
für den Bereich der Integration Juni 2017